{"id":7213,"date":"2011-07-12T22:15:45","date_gmt":"2011-07-12T20:15:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.misterunique.de\/?p=7213"},"modified":"2017-11-01T22:26:35","modified_gmt":"2017-11-01T21:26:35","slug":"rolf-stahlhofen-mitbegruender-der-soehne-mannheims-solokuenstler-und-un-botschafter-messenger-of-truth-special-friend-of-mister-unique","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.misterunique.de\/?p=7213&lang=de","title":{"rendered":"Rolf Stahlhofen (Mitbegr\u00fcnder der S\u00f6hne Mannheims, Solok\u00fcnstler und UN-Botschafter \u201eMessenger Of Truth\u201c) \u2013 Special Friend of Mister UniQue"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: center;\">von links: Rolf Stahlhofen und Oliver Dohmen<\/h5>\n<p>In einem Vorort von Mannheim, Donnerstag, den 30.06.2011, in einem Gasthaus sitze ich mittags zusammen mit Rolf Stahlhofen (41) f\u00fcr meine Rubrik \u201eSpecial Friends of uniQue society\u201c und f\u00fchre mit ihm, w\u00e4hrend wir eine leckere Brotzeit zu uns nehmen (Brezelsuppe mit Brot und Schmalz), ein sehr interessantes und spannendes Interview.<\/p>\n<blockquote><p><strong><span style=\"color: #ff9900;\">\u201eAls erstes finde ich es \u00fcberhaupt nicht schlimm, dass man mich nicht kennt \u2026\u201c<\/span><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Solok\u00fcnstler und UN-Botschafter Rolf Stahlhofen \u00fcber seine Zeit bei den S\u00f6hnen Mannheims, warum sein Benefizkonzert \u201eMenschen am Fluss\u201c pl\u00f6tzlich das gr\u00f6\u00dfte Konzert Deutschlands zugunsten der Oder-Nei\u00dfe-Flutopfer wurde, wie er der erste europ\u00e4ische \u201eMessenger of Truth\u201c der UN geworden ist, warum er sich f\u00fcr Peter Maffay jederzeit wieder zwei Federn in den Arsch stecken w\u00fcrde und wie er uniQue society in Zukunft bei deren Charity-Events unterst\u00fctzen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>INTERVIEW Oliver Dohmen (alias Mister UniQue)<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Wie wichtig ist Facebook f\u00fcr dich bei deiner t\u00e4glichen Arbeit?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Unser Headquarter ist in Kenia und da hast du die Leute gleich auf dem Punkt und du hast sie sofort, wenn du sie brauchst. Ich habe viele Leute in den Staaten mit denen ich arbeite. Ich bin intensiv zwei Stunden am Tag bei Facebook. Wobei ich jetzt gerade mit meinem B\u00fcro am kl\u00e4ren bin, dass sie meinen Facebook-Account \u00fcbernehmen, weil ich daf\u00fcr die Zeit nicht mehr finde. Es ist halt ein Zeitdieb und bis vor vier Jahren hatte ich noch \u00fcberhaupt keinen Computer. Facebook ist ein Segen und ein Fluch f\u00fcr mich. Mir geht eh die Politik von Facebook tierisch auf den Sack. Und ich will jetzt pers\u00f6nlich raus aus dieser Nummer und m\u00f6chte versuchen, dies abzutreten an mein B\u00fcro und schauen, dass ich mir einen No-Name-Account zulege f\u00fcr meine Homies. Andererseits nutze ich auch meinen Account bei Facebook f\u00fcr mich, ich bin ja auch ein Meckerer und wenn ich was sehe, was mich nervt, wenn ich den Fernseher anschalte oder Nachrichten lese oder was auch immer. Ich nutze es dann auch um meine Meinung zu staten, aber ich glaube, dass kann ich auch wieder auf meiner Homepage kommunizieren. Also ich bin gerade so f\u00fcr mich am \u00fcberlegen, weil ich jetzt extremst eingebunden bin in diese \u201eWassergeschichte\u201c. Ich bin ja Wasserbotschafter der UN-HABITAT geworden und habe jetzt auch eine Wasserstiftung gegr\u00fcndet. Das ist so zeitintensiv und ich will mal wieder egoistisch sein und mal wieder nur meine Musik machen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/YBHoe6ErQQo\" width=\"750\" height=\"430\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Kommen wir jetzt mal zu der Frage: Wer bist du? F\u00fcr die, die dich nicht kennen sollten.<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Als erstes finde ich es mal \u00fcberhaupt nicht schlimm, dass man mich nicht kennt.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Aber f\u00fcr jemanden, der dich nicht kennt, die Leute sollen dich doch besser kennenlernen. Also: Wer bist du?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Das frage ich mich oft selber: \u201eWer bin ich?\u201c Also in erster Linie bin ich Musikfan und S\u00e4nger. Und sing&#8216; jetzt seit knapp 20 Jahren beruflich. Habe mit der RTL-Samstag-Nacht-Allstar-Band angefangen zu singen. Habe hier in Mannheim\/Heidelberg mit The Wright Thing von Jason Wright angefangen. Dort habe ich dann Xavier Naidoo kennengelernt, als er mir damals sein brandneues Projekt erz\u00e4hlt hat, was er machen m\u00f6chte, mit den S\u00f6hnen Mannheims, wo er mich gefragt hat, das zu tun. Dann habe ich mit Xavier und vielen anderen die S\u00f6hne Mannheims gemacht bis 2003. Und dann wollte ich ein wenig mein Ego pflegen und meine eigenen Sachen machen. Und au\u00dferdem wurde mir diese S\u00f6hne-Mannheim-Kiste zu un\u00fcberschaubar. Es waren zu viele Leute von au\u00dfen, die dort reinkamen, so wie Anw\u00e4lte und Manager und alles m\u00f6gliche. Was wahrscheinlich auch sehr wichtig ist, aber ich habe aus einem anderen Grund aus angefangen, Musik zu machen. Und eigentlich um auch weiterhin ein Fan und ein Freund der Band zu sein, bin ich ausgestiegen, als wir auf Platz 1 waren. Da habe ich mir gedacht, ob ich mich jetzt noch im Spiegel anschauen k\u00f6nnte, wenn ich da weiter geblieben w\u00e4re und in Ruhe der Dicke mit der Glatze von den S\u00f6hne Mannheims gewesen w\u00e4re. Da w\u00e4re ich vielleicht erfolgreicher, so als Gegenpart zum Xavier, wei\u00dft du, das war ja immer dieses visuelle Bild, der Xavier und meine Wenigkeit.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5ie_hw-yJUQ\" width=\"750\" height=\"430\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Das habt ihr beide schon gepr\u00e4gt. Ich habe mir so manche Videos aus dem ersten Album angeguckt und ihr beide seid die, die \u00fcberwiegend zu sehen sind bzw. das Bild pr\u00e4gen.<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Unbewusst. Aber das ist ja auch ganz klar, Xavier der h\u00fcbsche Bub und dann nat\u00fcrlich das krasseste Gegenteil ist halt der Glatzkopp. Wo wir am Anfang auch sehr martialisch aussahen. Ich mit meinem Ledermantel und der Sonnenbrille oder mit einer goldenen Bomberjacke. Frag mich nicht, warum wir goldene Bomberjacken hatten, aber damals fanden wir es cool.<\/p>\n<p><strong> mr. uniQue:<\/strong> Wie siehst du die S\u00f6hne Mannheims heute?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Also ich mag die, also ich kenn&#8216; ja die Jungs und ich wei\u00df, dass sie eine fantastische Live-Band sind. F\u00fcr mich die besten Musiker, mit denen ich bisher zusammen gearbeitet habe. Aber man ist ja auch ein Siebzehntel in dieser Geschichte und vielleicht bin ich ja auch kein gutes Herdentier, sondern zu sehr Alpha \u2013 ich wei\u00df es nicht. Aber auf jeden Fall, wenn ich dort weiter geblieben w\u00e4re, h\u00e4tte ich Sachen gemacht, die den S\u00f6hnen vielleicht nicht gepasst h\u00e4tten, weil ich ja schon immer meine eigenen Dinger machen wollte. Ich habe ja bereits 2002 mein erstes \u201eMenschen am Fluss\u201c-Konzert gemacht und das war ein Einzelding. Wo ich nat\u00fcrlich meine Freunde der S\u00f6hne mit dabei hatte und viele andere, aber es war ein Einzelding. Vielleicht bin ich aber auch nicht teamf\u00e4hig. Und ich kann jetzt aber immer noch ein Fan der Band sein und freue mich immer, die Jungs zu sehen. Aber vor allen Dingen: Ich denke, wir beide haben uns gut getan, also am Anfang war es wichtig als krasser Gegensatz von Xavier da zu sein, damit es nicht Xavier Naidoo solo ist, sondern dass es die S\u00f6hne sind. Aber ich habe nat\u00fcrlich, ich meine bevor ich bei den S\u00f6hnen war, habe ich ja bereits als Tourneeleiter und Roadie gearbeitet und war Produktionsleiter f\u00fcr die gr\u00f6\u00dften Produktionen der Welt. Ich war schon immer im Rock\u00b4n\u00b4Roll-Business. Aber als ich dann weg bin, habe ich nat\u00fcrlich die musikalischen Kontakte, die ich da getroffen habe, die haben mir dann wieder die Lust bereitet, mehr zu machen. Und dann kam pl\u00f6tzlich Maffay (Anm.: Peter Maffay). Da habe ich ihn kennengelernt und dachte nur: \u201eWas f\u00fcr ein geiler Typ.\u201c Was f\u00fcr ein wunderbarer Musiker er ist und dann hat er mich gefragt, ob ich Tabaluga mitmachen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Was war das f\u00fcr dich f\u00fcr eine Erfahrung?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Es ist halt die gr\u00f6\u00dfte Musicalproduktion, die es je in Europa gab. Es ist eine gigantische Produktion und man lernt viel, man kann von Peter Maffay sehr viel lernen. Und Peter Maffays Band ist ein gro\u00dfer Teil des Panikorchesters und vor dir sitzt einer der gr\u00f6\u00dften Udo-Lindenberg-Fans und Udo hat ja auch dort mitgemacht als \u201ePechvogel\u201c und ich war der \u201eKuckkuck\u201c. Ebenfalls waren Heinz H\u00f6nig und Rufus Beck dabei.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"39\" data-permalink=\"https:\/\/www.misterunique.de\/?attachment_id=39\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?fit=901%2C676&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"901,676\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?fit=901%2C676&amp;ssl=1\" class=\"alignnone wp-image-39 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?resize=901%2C676\" alt=\"rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2\" width=\"901\" height=\"676\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?w=901&amp;ssl=1 901w, https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?resize=120%2C90&amp;ssl=1 120w, https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-2.jpg?resize=800%2C600&amp;ssl=1 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 901px) 100vw, 901px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>von links: Oliver Dohmen und Rolf Stahlhofen<\/strong><\/h5>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Wird es Tabaluga nochmal geben?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Wird es auf jeden Fall, denn es ist ja wieder in der Planung. Das wird so alle 10 Jahre geplant, weil es zu gro\u00df ist und jede Menge Action bedeutet.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Wie Du selber sagtest, da waren ja schon namhafte Pers\u00f6nlichkeiten dabei.<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Absolut. G\u00f6tz Alsmann, die Prinzen, Sissy Perlinger, die eine tolle Kabarettistin ist, usw. Ich habe Peter noch vor drei Tagen getroffen und ihm gesagt, er ist der einzige, f\u00fcr den ich mir ein Vogelh\u00e4uschen auf den Kopf setze und zwei Federn in den Arsch stecke. Wei\u00dft du, jetzt habe ich eine Tochter, jetzt macht es Sinn und damals war ich so der Typ, der einfach nur singen wollte. Aber es war geil und du siehst, wie du die Leute damit beeindruckst.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Was kam dann nach Tabaluga? Stahlhofen: Nach den S\u00f6hnen habe ich Maffay gemacht und dann kamen ja viele andere Sachen, wei\u00dft du, ich habe das Mann\u2018em Soul Orchestra gemacht, was ich schon immer machen wollte und eine Leidenschaft von mir war. Ich bin einfach wahnsinnig gerne S\u00e4nger und Musiker und ich m\u00f6chte gerne verschiedene Sachen machen und mir ist es egal, ob es ein gro\u00dfes Stadion oder ein kleiner Club ist, der brennt. Wei\u00dft du, das ist mir v\u00f6llig egal. Ich wei\u00df noch, als wir damals mit den S\u00f6hnen und U2 auf Tournee waren, wo ich meinen Gitarristen von meiner anderen Band angerufen habe: \u201eAlter, hol&#8216; mich hier raus und lass&#8216; mich schnell hier in irgendeinem Club spielen, damit ich nicht die Bodenhaftung verliere.\u201c Denn es ist schon geil, wenn du von der Limo abgeholt wirst und du wirst gepampert, bist in einer Suite und alles m\u00f6gliche, aber ich mag es auch wenn es schwitzt und du die Leute direkt in der Fresse stehen hast.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Man sieht dir auch diese Leidenschaft f\u00fcr die Musik in deinen Augen an, wenn du davon erz\u00e4hlst.<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Ich habe mir auch irgendwann vorher mal geschworen, dass wenn ich keinen Bock mehr habe Musik zu machen, dass ich aufh\u00f6re in dem Moment. Ich denke, in dem Moment, wo du auf der B\u00fchne stehst und Unzufriedenheit ausstrahlst, dass die Leute das merken. Ich glaube, dass die Leute nicht so bl\u00f6d sind.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Man merkt einem K\u00fcnstler im Gegenzug aber auch an, wenn es ihm einfach nur richtig viel Spa\u00df macht auf der B\u00fchne zu stehen bzw. einfach nur singen zu d\u00fcrfen. Stahlhofen: Und ich bin ein Musikfan und ich mag alle Arten der Musik, ob es jetzt Soul, Pop, Rock, Hip-Hop, Klassik, Jazz usw. ist. Ich habe mich jetzt dabei ertappt, es gibt in den USA so eine Contempary-Country-Szene, wo ich gedacht habe: \u201eUm Gottes willen, sind die gut.\u201c Ich h\u00f6re mir aber auch Electro an. Ich bin der Meinung, wenn Musik ehrlich weggeschickt wird, dann bewegt sie was.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Inwiefern waren denn deine ersten Jahre pr\u00e4gend f\u00fcr deine Entwicklung? Du bist ja nicht in Deutschland gro\u00df geworden.<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Also, was ganz wichtig war, ist, dass ich neben Asien auch in Afrika gewohnt habe, genauer gesagt in Nigeria. Da ist Musik allgegenw\u00e4rtig. Du rennst auf die Stra\u00dfe und \u00fcberall haben die Leute die Lautsprecher vor der T\u00fcr h\u00e4ngen und es l\u00e4uft Musik. Das hei\u00dft, f\u00fcr mich war das immer Standard, \u00fcberall Musik zu h\u00f6ren. Das ist eine Sache, die mich an Deutschland st\u00f6rt, n\u00e4mlich das man nicht einfach drau\u00dfen Musik h\u00f6ren kann. Das hat mich immer beeindruckt. Ich als kleiner Junge in Nigeria habe es geliebt, am Wochenende mit meinen Eltern bei meinem Vater (Anm.: als Ingenieur im Ausland t\u00e4tig gewesen) und seinen Mitarbeitern zu sein und mit denen zu feiern. Und da wurde wirklich tagelang getanzt. Und wenn du m\u00fcde warst, hast du irgendwo gepennt, z. B. auf dem Scho\u00df meines Vaters.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Was war das Besondere f\u00fcr dich, in diesen verschiedenen L\u00e4ndern aufzuwachsen? Stahlhofen: Ich denke, was da ganz wichtig ist, dass du keine Grenzen siehst. Weil du diese ganzen verschiedenen Kulturen einfach als Menschen siehst. Wenn du in einem Land immer am selben Ort lebst, dann f\u00e4llt dir ein T\u00fcrke, ein Chinese, ein Araber, ein Engl\u00e4nder usw. auf. Wenn man in unterschiedlichen L\u00e4ndern gewesen ist, merkt man es nicht mehr. Es gibt einfach auf der ganzen Welt wunderbare Menschen, aber auch \u00fcberall Arschl\u00f6cher und dies hat nichts mit der Nationalit\u00e4t zu tun. Es gibt grundehrliche Menschen \u00fcberall und es gibt aber auch \u00fcberall Loser und Schw\u00e4tzer.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Ab wann hast du begonnen, dich auch sozial einzusetzen? Schon w\u00e4hrend du bei den S\u00f6hne Mannheims gewesen bist oder erst danach?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Das war auch schon vor den S\u00f6hnen so. Ich habe daf\u00fcr nie eine Band gebraucht oder einen bestimmten Grund.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Hat dir deine zunehmende Popularit\u00e4t dabei geholfen?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Nicht nur durch meine Popularit\u00e4t, sondern durch meinen Bekanntenkreis, der immer popul\u00e4rer wurde. Ich habe die einfach in Pflichthaft genommen. Wir k\u00f6nnen uns treffen und zusammen feiern, aber irgendwann soll man sich auch zusammensetzen und sich sagen: \u201eUns geht es doch gut, we are blessed. Lass&#8216; uns doch mal was Sinnvolles machen.\u201c Das kann ja jeder. Ich in der Musik, weil ich einfach das Telefonbuch habe, mit den Leuten drin. Kann die anrufen und fragen: \u201eStellst du mir deine Zeit und deine Kunst zur Verf\u00fcgung?\u201c Jeder Rechtsanwalt k\u00f6nnte sich einmal in der Woche einen Klienten nehmen, der ihn sich nicht leisten kann. Man stellt ja wirklich eigentlich nur seine Zeit und das, was man kann, zur Verf\u00fcgung, wenn man es macht. Und vor allen Dingen ohne was zu erwarten. Ich mag dieses \u201eGutmenschdingen\u201c nicht. Wobei ich es schade finde, dass \u201eGutmenschen\u201c so einen Beigeschmack hat, dieses Wort, weil \u201egute Menschen\u201c sind das beste was dir passieren kann. Und es ist ein universelles Gesetz \u2013 eine gebende Hand wird nie leer. Energie kennt ja auch keinen Raum. Und da glaube ich auch daran, denn es gibt dir auch ein geiles Gef\u00fchl, wenn du sowas gemacht hast. Es macht dich kreativer und dich auch belastbarer usw. Und uns geht es ja wirklich nicht schlecht, denn jeder, der abends weggehen und feiern kann, dem geht es schonmal besser als ca. 70 % der Menschen auf der Welt. Man hat auch das Recht auf feiern und dann kommt es darauf an, wie man feiert. Also ich habe die geilsten Feiern in Nigeria, in Kenia oder in Asien in Slums gehabt. Und es ist immer das gleiche: Die, die nichts haben, sind die, die sofort bereit sind, was zu geben. Das ist ja immer das Schlimme! Und der, der viel hat, hat Angst, es zu verlieren.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Du bist ja UN-HABITAT-Botschafter. Wie ist es dazu gekommen? Und wieso der Schwerpunkt \u201eWasser\u201c?<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/j1-e-L0JduQ\" width=\"750\" height=\"430\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Also ich bin ja im Ausland aufgewachsen, Saudi-Arabien, Nigeria usw., also in wasserarmen L\u00e4ndern. Oder in Nigeria, wasserarm und wenn es regnet, zuviel Wasser. Wasser ist dort ein elementares Thema. Und f\u00fcr mich war Wasser schon immer wichtig. Und als ich die ersten Konzerte gemacht habe, das erste gro\u00dfe Charity-Konzert \u201eMenschen am Fluss\u201c in Mannheim damals bei dieser Oder-Nei\u00dfe-Flut. Wo wir innerhalb von acht Tagen mal so auf die Schnelle ein Konzert auf die Beine gestellt haben mit jedem, den ich angerufen habe und zugesagt hat. Ob das Maffay, Lindenberg, Otto Walkes, Fanta4 waren, die haben alle zugesagt. Dann wurde es nach diesen Telefongespr\u00e4chen das gr\u00f6\u00dfte Benefizkonzert in Deutschland f\u00fcr diese Flut. Ich wollte eigentlich nur ein kleines Konzert machen. Und da haben wir f\u00fcr die Flutopfer was gemacht und da habe ich gemerkt: Okay, ich kann mit meiner Musik und mit meiner Zeit, wenn ich die sinnvoll einsetze, was bewegen. Weil wir hatten acht Tage Zeit und danach vier Mio. Mark, die wir spenden konnten. Und haben die 1:1 weitergegeben, weil ich das ja nicht so vereinsm\u00e4ssig gemacht habe und ich nur dachte: \u201eDie Kohle ist da und k\u00f6nnen wir weitergeben und einmal im Jahr k\u00f6nnte ich sowas doch machen.\u201c Und wir haben uns dann immer verschiedene Projekte ausgesucht, aber meistens immer mit dem Thema \u201eWasser\u201c. Ich habe festgestellt, Wasser ist eine Geschichte, die mich immer interessiert. Und dadurch kam dann die UN-HABITAT auf mich zu. Da gibt es einen Bereich, das ist die \u201eUrban Youth Section\u201c und Kofi Annan hat ein Netzwerk ins Leben gerufen, das hei\u00dft \u201eMessenger of Truth\u201c, weil er sagt, Musiker, K\u00fcnstler und Filmemacher usw. k\u00f6nnen mehr bewegen als Industrie und Politik, wenn sie ihre Stimme sinnvoll einsetzen. Und aufgrund meiner Arbeit bin ich gefragt worden, ob ich Lust h\u00e4tte, der erste europ\u00e4ische \u201eMessenger of Truth\u201c zu werden. Sozusagen als K\u00fcnstler f\u00fcr die UN.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"41\" data-permalink=\"https:\/\/www.misterunique.de\/?attachment_id=41\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg?fit=755%2C1069&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"755,1069\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"messenger-of-truth-un-habitat\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg?fit=212%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg?fit=723%2C1024&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-41 alignright\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat-212x300.jpg?resize=212%2C300\" alt=\"messenger-of-truth-un-habitat\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w, https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg?resize=723%2C1024&amp;ssl=1 723w, https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/messenger-of-truth-un-habitat.jpg?w=755&amp;ssl=1 755w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Und was darf ich mir darunter praktisch vorstellen?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Ja, dann war ich mal bei zwei oder drei \u201eWorld Urban Forums\u201c, also Weltforen gewesen, in Rio und in Nanjing (China) und da dachte ich nur so: \u201eDie fliegen mich jetzt f\u00fcr teueres Geld rein, zahlen mir den Flug, zahlen mir ein fancy Hotel und Essen usw., aber wir bewegen nichts.\u201c Wir reden vor ein paar Leuten, aber dann werden Worth\u00fclsen weggefeuert und dann nicken sie und ich bekomme schon das Kotzen, wenn ich das Wort \u201eNachhaltigkeit\u201c h\u00f6re, weil das nicht mit Leben gef\u00fcllt wird. Da habe ich einen Warnschuss abgegeben und gesagt: \u201eLeute, wenn das so weitergeht, dann bin ich raus als \u201aMessenger of Truth\u2019, denn ich mache meine Sachen sowieso, ob mit oder ohne die UN-HABITAT.\u201c Und dann kam der Sprecher der Abteilung \u201eWater &amp; Sanitation\u201c von der UN-HABITAT auf mich zu und ich sagte zu ihm, dass ich mich gerne mehr auf das Thema \u201eWasser\u201c konzentrieren w\u00fcrde und er meinte nur: \u201eDann schreib&#8216; doch mal einen Wassersong.\u201c Mit dieser Info, das hat er mir in Shanghai gesagt, bei der UN-HABITAT-World-Expo, bin ich zur\u00fcck nach Deutschland, habe mich hingesetzt mit meinem Schlagzeuger, der hat mir einen Beat gegeben und in k\u00fcrze war ein Songger\u00fcst fertig. Dann rief ich in Kenia an und fragte, ob er das jetzt ernst gemeint hat, denn ich w\u00fcrde es gerne mit anderen K\u00fcnstlern aus Afrika aufnehmen. Er meinte nur: \u201eOkay, setz&#8216; dich in einen Flieger und komm&#8216; her.\u201c Dann bin ich nach Kenia geflogen und habe den Song mit zwei weiteren afrikanischen \u201eMessenger of Truth\u201c-K\u00fcnstlern aufgenommen. Als der Song fertig war, haben sie mich gefragt, ob ich diesen Song in Kapstadt beim World Water Day pr\u00e4sentieren m\u00f6chte. Das habe ich dann gemacht und bin mit 22 Personen von hier nach S\u00fcdafrika geflogen und habe die Er\u00f6ffnung des World Water Day gemacht, wo sich die komplette Wasserelite trifft, wie z. B. die gro\u00dfen Entscheider aus Wirtschaft und Politik usw. Ich habe den Song gespielt und habe w\u00e4hrend des Songs zu den Politikern gesagt \u2013 die Band hat so leicht im Hintergrund gegroovt \u2013: \u201eIhr geht jetzt raus zu euren Konferenzen und entscheidet \u00fcber Wasser. Lasst euch bitte gesagt sein: Wasser ist nicht das neue \u00d6l. Das habe ich n\u00e4mlich hier auf den G\u00e4ngen schon ein paar Mal geh\u00f6rt. Denn ich kann selber entscheiden, ob ich mit dem Fahrrad fahre oder mit dem Auto, aber du kannst nicht entscheiden, ob du trinkst oder nicht. Du kannst wochenlang ohne Essen auskommen, aber keine drei Tage ohne Wasser, denn dann verreckst du. Also ohne Wasser geht es nicht. Geht jetzt nicht weg und verdealt das Wasser weltweit. Denn Wasser geh\u00f6rt nicht in die H\u00e4nde von Konzernen. Nicht Nestl\u00e9 soll das Wasser geh\u00f6ren und nicht RWE, denn jeder Mensch soll Zugang haben zu sauberem Trinkwasser, zu bezahlbaren Preisen in jeder Region. So bezahlbar wie es geht, wenn es nicht geht, muss es umsonst sein.\u201c Und das habe ich im Song gesagt und habe gesagt: \u201eIch will solange wir hier alle da sind und tanzen \u2013 da kann man n\u00e4mlich nichts falsch machen beim Tanzen \u2013 dass ihr mir jetzt entgegenschreit, wir sind n\u00e4mlich eure Zeugen: \u201aWater is a human right\u2019. Und genau mit dem Schmalz im Ohr m\u00fcsst ihr in eure Konferenzen gehen und euch das bewusst machen. Egal, was ihr macht, ich will, dass euch diese Melodie wie ein Kaugummi im Ohr nervt, denn sie muss da drin kleben bleiben und euch immer bewusst sein.\u201c In den n\u00e4chsten drei Tagen habe ich auch auf einem VIP-Event des World Water Day singen d\u00fcrfen, wo u. a. auch der Kronzprinz der Niederlande dabei war, der Generalsektret\u00e4r und Pr\u00e4sident Zuma (Pr\u00e4sident von S\u00fcdafrika), die ganzen Cracks halt und was war das Ende der Geschichte? Dass ich pl\u00f6tzlich 46 Wasseraufbereitungsanlagen gespendet bekommen habe wegen diesem Song. Auf dem R\u00fcckflug nach Deutschland dachte ich nur: \u201eIch habe zweimal den Song gespielt und das ist bewegt worden. Mal gucken, was wir noch draus machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Bei deinem letzten Album \u201eBesser Jetzt als Nie\u201c hast Du sogar mit dem weltbekannten Erfolgsproduzenten Paulo Mendonca (Joe Cocker, Craig David, Chris Brown usw.) zusammen gearbeitet. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit bzw. wie habt ihr beide euch kennengelernt?<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/s3PWdm3cpZQ\" width=\"750\" height=\"430\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Paulo und ich haben eine Tournee zusammen gespielt 2004 in der Schweiz, so eine Allstar-Tour, und irgendwie haben wir zwei uns gerettet, denn so nach den Gigs in der Schweiz, wenn du irgendwo auf dem platten Land spielst und du bist um 23 Uhr noch voller Adrenalin, gehst von der B\u00fchne runter und kommst dann in dein Gasthaus zur\u00fcck und da ist dann nichts mehr und da haben wir halt sehr viel Zeit miteinander verbracht. Ich habe ihn bei mir ins Auto reingesetzt, wir haben viel Musik geh\u00f6rt, sind viel rumgecruised usw. Nach zwei bis drei Tagen meinte er: \u201eDu kannst jederzeit nach Schweden kommen. Mein Studio ist dein Studio.\u201c Wir haben uns wirklich quasi musikalisch ineinander verliebt, irgendwie wie Br\u00fcder. Wir m\u00fcssen mindestens zwei-\/dreimal am Tag miteinander telefonieren, also wir haben eine gute Basis. Und ich habe vor ein paar Wochen wieder angefangen zu schreiben, weil ich die ganze Zeit wieder nicht dazu kam durch meine anderen Sachen und ich muss mal schauen, ich versuche gerade f\u00fcr mich herauszufinden, wo es eigentlich hingehen soll. Weil auf der einen Seite durch meine Gigs in Brasilien, Afrika oder Asien usw., triffst du viele verschiedene Musiker, die ganz andere Vibes mitbringen. Das reizt, aber, das glaube ich, m\u00fcsstest du auch ganz intensiv betreiben, um ein Album mit unterschiedlichen Styles auf die Beine zu stellen. Ich bin jetzt gerade so f\u00fcr mich am Songs schreiben, treff&#8216; mich mit vielen Freunden und Kollegen und sammel da Material. Ich werde jetzt mal so 70, 80 Songs aufnehmen und dann werde ich mal ausmisten. Oder sagen wir mal skizzieren, nicht aufnehmen. Und dann werde ich ausmisten. Ich lasse mir gerne Zeit beim Musikmachen.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Wie bist du als Musiker? Wie wirst du inspiriert f\u00fcr deine Texte?<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Nrapboerli4\" width=\"750\" height=\"430\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Ich lese sehr viel. Ich bin extremst neugierig und m\u00f6chte gerne immer wissen, was los ist. Und dann gibt es manchmal Schl\u00fcssels\u00e4tze, die mich beeindrucken, Geschichten, die ich erz\u00e4hlt bekomme, Momente, die ich erlebe oder sowas, wo ich mir eben was aufschreibe und dann sitzt du im Studio und jammst ein bisschen und dann kommt mal eine Melodie und dann holt man sich da irgendwie so Fragmente raus, die man irgendwo aufgeschrieben hat oder manchmal ist ein Song eigentlich schon da und du schreibst ihn innerhalb von drei Minuten auf ein Blatt und der ist fix und fertig. Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Leute, die gehen ganz ins Studio. Paulo zum Beispiel, der geht morgens um 9 \u2013 der ist Flie\u00dfbandarbeiter \u2013 ins Studio und abends um 18 Uhr nach Hause und hat in der Zeit drei Songs gemacht. So ist das bei mir nicht, weil ich nicht im herk\u00f6mmlichen Sinne der Musiker bin, bin \u00fcberall immer nur reingestolpert und hatte nie geplant, S\u00e4nger zu werden, wurde auf einmal S\u00e4nger und hatte nie geplant, eine CD aufzunehmen und habe auch eine CD aufgenommen. Habe nie geplant, die zu verkaufen und habe die dann verkauft.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Du hast nie geplant, S\u00e4nger zu werden. Wann war der Moment, als dir klar wurde: Ich m\u00f6chte singen, ein S\u00e4nger werden?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> F\u00fcr mich war singen immer ein Katalysator, so wie andere auch unter der Dusche singen. Und ich bin irgendwann einmal bei einem Kumpel auf die B\u00fchne gesprungen und habe gerappt. Das war so Ende der 80er, so Rap-Zeit. Oder Mitte der 80er. Da war ich 15 oder sowas. Da seh&#8216; ich, die Leute fahren total ab usw., ich war heiser, gl\u00fccklich, die Girls sind abgefahren. Sowas m\u00fcssen wir \u00f6fters machen. Angefangen Musik f\u00fcr mein Ego zu machen.<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Und in welcher Sprache hast du gerappt? Deutsch oder Englisch? Du wei\u00dft, worauf ich hinaus will. Wann hast du evtl. die deutsche Sprache f\u00fcr dich beim Singen gefunden?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Gerappt habe ich auf Englisch, denn es war ja eine Coverband. Grandmaster Flash ist dir ja sicher ein Begriff. Die deutsche Sprache, wo ich da angefangen habe? Ich habe am Anfang immer \u00fcberlegt: \u201eWarum soll ich eigene Songs schreiben, wen interessieren meine Storys?\u201c Ich war also nicht so selbstsicher deswegen. Aber ich habe wahnsinnig gerne damals so Leute wie Udo Lindenberg, Stoppok usw. geh\u00f6rt, wo ich gedacht habe: \u201eIst schon geil, was die erz\u00e4hlen.\u201c Und dann kam Xavier eigentlich, ich war bis dahin nur ein Cover-S\u00e4nger, weil ich wahnsinnig gerne gesungen habe und diese ganzen Styles mag und der Xavier kam dann irgendwann und hat mir dann seine Sachen vorgespielt und seinen Song \u201e20.000 Meilen\u201c pr\u00e4sentiert. Ist ja der erste \u201eS\u00f6hne\u201c-Song gewesen, der dann f\u00fcr Xaviers Solo-Album genommen worden ist, wo ich dann schon gedacht habe: \u201eDas ist ein Knaller und da will ich jetzt mehr machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Ab wann war Xavier eigentlich solo unterwegs? Bereits vor oder erst nach Gr\u00fcndung der S\u00f6hne Mannheims?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Der Xavier hat irgendwie `92 ein englisches Album aufgenommen und hatte sich danach die S\u00f6hne zusammengesponnen. Er ist ja auch der Ideengeber gewesen und hat uns dann alle eingesammelt. Kurz darauf ist er damit auch zu Moses gegangen und Moses hat ihn erstmal dann auch als Background-S\u00e4nger bei Sabrina geparkt und da gab es die ganze Zeit die S\u00f6hne schon. Stand bei ihm auch im Vertrag drin. Xavier macht ein Album bei 3P, aber die S\u00f6hne Mannheims sind au\u00dfen vor. Und ich bin eigentlich erst durch die S\u00f6hne so richtig, wo ich f\u00fcr mich selber gedacht habe: \u201eOkay, ich schreib&#8216; jetzt meine eigenen Geschichten auf.\u201c Wie gesagt, \u00fcberall so nur hineingestolpert. Ich habe mit sovielen Leuten gearbeitet, die immer irgendwelche Vorprogramme dabei hatten, die so grottenschlecht waren, dass ich gedacht habe: \u201eDas kriege ich aber auch noch hin.\u201c Wie gesagt: Am Anfang habe ich Musik f\u00fcr mich gemacht, bis ich gemerkt habe: \u201eLeute gehen auf ein Konzert und h\u00f6ren dir zu.\u201c<\/p>\n<p><strong>mr. uniQue:<\/strong> Anfangs habe ich dir ja auch von meinem exklusiven Club \u201euniQue society\u201c erz\u00e4hlt und dass der Schwerpunkt bzw. der Fokus darin liegt, dass sich die Mitglieder z. B. auf unseren Events real kennenlernen oder auch gemeinsam verreisen. Unsere Mitglieder wollen zusammen feiern, aber auch gemeinsam Gutes tun, denn das Feiern macht umso mehr Spa\u00df, wenn man wei\u00df, dass am Ende des Abends f\u00fcr einen guten Zweck immer was gespendet wird. Sozusagen eine \u201eCharity-uniQue-society-Club-Tour\u201c. W\u00e4rst du bereit, uns als Schirmherr zur Seite zu stehen bzw. uns bei der Auswahl des richtigen Zweckes zu helfen, wof\u00fcr wir dann immer einen entsprechenden Betrag spenden w\u00fcrden?<\/p>\n<p><strong>Stahlhofen:<\/strong> Ich gebe dir recht, denn es ist so, wenn du wei\u00dft: \u201eHey, wir feiern und am Schluss bleibt da noch was h\u00e4ngen.\u201c Dann ist dieses Gef\u00fchl einfach geil. Wei\u00dft du, wenn ich sage: \u201eIch kassier&#8216; hier jetzt 12,- \u20ac Eintritt. Wei\u00dft du, was? Ich mach&#8216; 15,- \u20ac draus und spende die 3,- \u20ac.\u201c Und wenn du dich zu diesem Thema mit mir austauschen willst, kannst du dich jederzeit bei mir melden. Du hast ja gemerkt, ab und zu ist es etwas schwierig, mich zu erreichen, aber ansonsten schickst du mir einfach wieder eine E-Mail.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>mr. uniQue:<\/strong> Vielen Dank f\u00fcr das sympathische und sehr interessante Interview.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Fi0x3UGQGmE\" width=\"750\" height=\"430\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von links: Rolf Stahlhofen und Oliver Dohmen In einem Vorort von Mannheim, Donnerstag, den 30.06.2011, in einem Gasthaus sitze ich mittags zusammen mit Rolf Stahlhofen (41) f\u00fcr meine Rubrik \u201eSpecial Friends of uniQue society\u201c und f\u00fchre mit ihm, w\u00e4hrend wir eine leckere Brotzeit zu uns&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3347,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[136,5,47],"tags":[137,362,363,364,365,366],"class_list":["post-7213","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interviews","category-top-stories","category-vip","tag-interview","tag-peter-maffay","tag-rolf-stahlhofen","tag-soehne-mannheims","tag-tabaluga","tag-xavier-naidoo"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.misterunique.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/rolf-stahlhofen-unique-society-talk-1.jpg?fit=925%2C723&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6UJkf-1Sl","jetpack-related-posts":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7213"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8033,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7213\/revisions\/8033"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3347"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.misterunique.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}